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Detail

Strategie,Branding

3 Takeaways aus dem Erfolg von Falstaff

Armin Bonelli,  13.11.2019

3 Takeaways aus dem Erfolg von Falstaff


Das Gourmetmagazin Falstaff erobert gegen alle Widrigkeiten den deutschsprachigen Markt. Wir wollten von Geschäftsführerin Michaela Cholewa wissen, was die Marketingstrategie hinter Falstaff ist, mit der das Magazin in stagnierenden Märkten auf Expansionskurs segelt.

Was bisher geschah

Falstaff wurde 1980 als Feinschmecker-Zeitschrift gegründet. Benannt wurde das Magazin nach der Shakespeare-Figur eines Lebemannes und Genussmenschen. Bald begann man mit der Prämierung von Weinen, was bis heute eine wichtige Säule im Falstaff-Universum bildet. 

Demokratisierung

Ab dem Jahr 2005 wurde die Restaurantkritik den Lesern überantwortet und damit die Demokratie der Restaurantbewegung nach Österreich gebracht. 

Nun kamen immer mehr flankierende Guides, Booklets und Magazine rund um den Markenkern „kulinarischer Lifestyle“ hinzu.

Neue Märkte

Im Jahr 2010 wagte der Falstaff den Sprung in den von großen Playern dominierten Markt Deutschland, einige Jahre danach kam die Schweiz dazu. 

Mit einer Gesamtauflage von rund 150.000 Stück ist das Falstaff-Magazin heute das größte Wein- und Gourmetmagazin im gesamten deutschsprachigen Raum.

Erfolgsgeheimnisse

Was aber ist die Erfolgsstrategie, die sich hinter der Geschichte des Falstaff verbirgt? Bei den Studiogesprächen im Oktober 2019 gewährte uns Geschäftsführerin Michaela Cholewa Einblicke in die Erfolgsgeschichte.

1. Geh mit Herz auf Deine Zielgruppe zu!

Kunden erwarten heute, dass man sie und ihre Bedürfnisse ernst nimmt. Sie durchschauen billige Schwindeleien und lehnen Angebote rigoros ab, die auf dem Versuch basieren, schnelle Geschäfte zu machen. 

Einige Magazine sind zuletzt daran gescheitert, dass sie mit einem einfachen Tausch des Titelblattes in den Nachbarmarkt einsteigen wollten.

Eine eigene Ausgabe für jedes Land

Falstaff Living wurde so konzipiert, dass für Deutschland, Österreich und die Schweiz jeweils unterschiedlicher Content produziert wird. Leser wollen regionale Relevanz.

Natürlich gibt es auch übergeordnete Inhalte, die werden allerdings in jedem Land neu getextet. So würde in der Schweiz ein Magazin nicht gekauft, das nicht die gewisse „Swissness“ hat. Und dazu gehört eben auch der regional passende Ausdruck im geschriebenen Wort.

2. Erweitere Dein Angebot – aber bleib Deinem Markenkern treu!

Seit 15 Jahren weitet der Falstaff seine Produktpalette kontinuierlich aus. Durch eine starke Community ist das Magazin in ständigem Austausch mit seinen Lesern. Und was die Leserschaft will, wird ernst genommen. Bei entsprechender Nachfrage werden neue Produkte lanciert, neue Themen ausprobiert.

Neben den verschiedenen Magazinen gehören heute Guides, Bücher und ein großes digitales Angebot zum Portfolio.

Der Marke treu bleiben

Durch die ständig neuen Produkte wächst der Falstaff „in die Breite“. Wichtig dabei ist, dass die Marke eine stringente Klammer bildet, denn nur dadurch bleibt das Angebot glaubwürdig. Konkret heißt das, sowohl der Zielgruppe als auch dem Markenkern „kulinarischer Lifestyle“ treu zu bleiben.

Die Formel lautet etwa: Wer gerne gut isst, interessiert sich auch für besonderes Interior-Design. Immobilien und Uhren passen auch dazu. Voraussetzung ist aber immer die entsprechende Nachfrage in der Community.

Neue Produkte enstehen nach Bedarf

Auch digitale Angebote geben letztlich Aufschluss über die Interessen der Leser. Nachdem auf der Falstaff-Website in auffallend großer Zahl Rezepte abgerufen wurden, publizierte der Verlag kurzerhand Sonderhefte mit Rezepten unter der Redaktion anerkannter Kritiker.

Durch die Diversifizierung unter einer gemeinsamen Marke ist Wachstum selbst in stagnierenden Märkten möglich.

3. Mach Deine Marke erlebbar

Man kann Falstaff erleben und angreifen. Man kann sogar den „Lifestyle Falstaff“ leben. Dazu gibt eine Falstaff Kreditkarte, Falstaff Events und diverse Falstaff Produkte.

Events zum Community-Building

Exklusive, kleine Events bilden dabei die wichtigste Säule des Community-Buildings. So konnten Leser den Kellermeister von Moët Hennessy persönlich kennenlernen.

Diese Events öffnen der Community Türen zu neuen Welten, lassen Dinge lebendig werden, die man sonst nicht zu Gesicht bekäme.

 

Fazit: 3 Takeaways aus dem Erfolg von Falstaff

1. Geh mit Herz auf Deine Zielgruppe zu. Nimm sie ernst und gib ihr eine Stimme.
2. Wer wachsen will, muss sein Angebot erweitern. Bleib dabei deinem Markenkern treu. 
3. Mach Deine Marke erlebbar, baue eine Community auf und werde zu einem Lifestyle.

 

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