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Branding,Digital

6 Gründe, auf Employer Branding im digitalen Zeitalter zu achten

Christian Prill,  08.08.2017

6 Gründe, auf Employer Branding im digitalen Zeitalter zu achten


Die Digitalisierung hat die Touchpoints mit den Kunden vervielfacht. Den eigenen Mitarbeitern kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Sie bespielen für die Firma relevante Kommunikationskanäle. Warum Employer Branding im digitalen Zeitalter – nicht nur für das Gewinnen von neuen Mitarbeitern – immer wichtiger wird.

Marken sind Erlebnisse

Marken definieren sich durch die Erlebnisse, die ein Kunde mit ihnen hat. Dazu gehören ein Werbespot, der Social Media-Auftritt und natürlich das Produkt selbst. Dazu gehören aber auch die Kompetenz des Herrn im Call-Center oder die Freundlichkeit des Verkaufspersonals im Geschäft.

Und sogar der LKW-Fahrer, der Ihnen bei einer ungeregelten Kreuzung die Vorfahrt lässt, gehört zum Markenerlebnis. Nämlich genau dann, wenn von seinem Truck die Marke gut erkennbar prangt. „So ein freundlicher DHL-Fahrer“, werden Sie sich denken, wenn Ihnen während der morgendlichen Rushhour eine solche Freundlichkeit widerfährt. Zumindest für einige Minuten ist Ihnen diese Marke dann äußerst sympathisch.

Touchpoints außer Kontrolle

Alle Berührungspunkte, die die Stakeholder mit Ihrem Unternehmen haben, können Sie nicht beeinflussen, geschweige denn, kontrollieren. Dazu reicht kein Marketingbudget dieser Welt aus. Und die Digitalisierung ist gerade dabei, Ihre Werbung noch komplexer zu machen, weil sie immer wieder neue Kanäle öffnet. Und die Etablierten wie Print, Radio oder TV verschwinden ja auch nicht. Alles zu bespielen ist aber auch gar nicht notwendig. Aber zumindest ansehen müssen Sie sich jeden von ihnen.

In diesem Medienwirrwarr können sich Sie und Ihre Marketingabteilung leicht verheddern. Mithilfe von Employer Branding können Sie allerdings die Anzahl Ihrer Markenbotschafter erhöhen. Employer Branding ist ja eigentlich nichts anderes als Markenbildung. Nur, dass es dabei um das Unternehmen als Arbeitgeber geht. Ziel ist es, im War of Talents einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Kurz: Mit Employer Branding wird Ihr Betrieb für Bewerber attraktiver. Zudem binden Sie Ihre Stammmannschaft stärker an Ihr Unternehmen.

Mitarbeiter helfen bei der Markenführung

Employer Branding macht Ihre Mitarbeiter gleichzeitig auch zu Fans Ihrer eigenen Marke. Fans, die Ihnen dabei helfen, Ihre Brand durch den digitalen Sandsturm zu manövrieren. Warum Employer Brandig gerade im digitalen Zeitalter so wichtig ist, hat 6 Gründe:

Ihre Mitarbeiter sind direkt am Kunden

Den wichtigsten, weil persönlichen Kontakt zum Kunden haben Ihre Mitarbeiter. Letztendlich entscheiden sie es, ob das Markenerlebnis für den Kunden gut oder schlecht ist. Durch den digitalen Overflow sehnen sich die Menschen immer stärker nach menschlichem Kontakt.

Menschen suchen nach einem Dialog auf Augenhöhe

Die Digitalisierung hat Kunden eine neue Macht gegeben. Sie können Ihre Marke immer weniger kontrollieren. Die Markenführung ist von einer kommunikativen Einbahnstraße zu einem Dialog mit den Stakeholdern auf Augenhöhe geworden. Mit Employer Branding erreichen Sie, dass all Ihre Mitarbeiter diesen Dialog auch im Sinne Ihrer Brand führen.

Die Werbung verliert offline und online an Wirkung

Klassische Werbung verliert an Bedeutung. Viele Formen der Online-Werbung zahlen sogar negativ auf die Marke ein, weil sie schlichtweg nerven. Dies zeigt die Beliebtheit von Ad-Blockern. Anderen markenbildenden Tools, wie ganz besonders Employer Branding, kommt daher eine immer wichtigere Rolle zu.

Ihre Mitarbeiter sind Markenbotschafter, auch wenn sie es selbst nicht wissen

Jeder einzelner Ihrer Mitarbeiter prägt das Bild Ihrer Marke, zumindest in seinem unmittelbaren persönlichen Bereich. Dank Social Media hat sich dieses Umfeld stark vergrößert. Jeder Ihrer Mitarbeiter ist dank Digitalisierung zu einem Medium geworden und agiert als Botschafter Ihrer Brand. Nur sind sich oft weder er noch Sie dieser Rolle bewusst.

Wenn Sie es mithilfe von Employer Branding schaffen, Ihren Mitarbeitern die eigene Marke zu erklären und sie gar zu Fans zu machen, dann gewinnen Sie wichtige Multiplikatoren teilweise in Kanälen, von denen Sie selbst nicht wissen, dass es sie überhaupt gibt. Viele Unternehmen ergreifen diese Chance übrigens nicht. Studien zufolge kennen nur 37 Prozent der Mitarbeiter die Markenwerte des Unternehmens, für das sie arbeiten.

Im B2B ist der Mitarbeiter manchmal der einzige Werbeträger

Gerade im B2B-Bereich investieren viele Unternehmen manchmal nur sehr wenig in Werbung. Hier zählt der persönliche Kontakt umso mehr. Ihrer Verkaufs- oder Vertriebsabteilung sind Ihre Markenwerte oft gut bekannt und werden auch gelebt. Dank der Digitalisierung ist der Kontakt zwischen Ihrem Betrieb und Ihren Kunden enger und vielschichtiger geworden. Auch viele andere Abteilungen, abgesehen vom Vertrieb und Verkauf, kommunizieren mit Ihrer Klientel. Employer Branding stellt sicher, dass die Marke im gesamten Betrieb gelebt wird.

Mitarbeiter bescheren Unternehmen Differenzierungsmerkmale

Laut dem International Index of Corporate Values verwenden weltweit 90 % der Unternehmen nur zehn verschiedene Unternehmenswerte. Innovation, Qualität und Kundenzufriedenheit sind die häufigsten davon. Es dürfte schwer fallen, sich mit diesen Werten vom Mitbewerb abzuheben.

Ein stärkeres Differenzierungsmerkmal bieten Ihnen hingegen Ihre eigenen Mitarbeiter. Als Markenbotschafter sind sie in der Lage, den Werten des Brands entsprechend selbst kreative und passende Lösungen zu finden. Das macht Ihr Unternehmen dann wirklich einzigartig.

Employer Branding Schafft eine Wertschätzungskette

Die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Employer-Branding ist simpel: Ihre Mitarbeiter müssen sich in Ihrem Unternehmen wohl fühlen und sie müssen sich mit den Werten der Marke identifizieren können.

Employer Branding schafft auch eine Wertschätzungskette auf: Nur zufriedene Mitarbeiter können auch zufriedene Kunden generieren. Wenn es Ihnen gelingt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, dann werden Ihre Mitarbeiter ihre Begeisterung für die Marke auch nach außen tragen.

Und: Durch diese Begeisterung können Sie im Recruiting und bei der Mitarbeiterbindung auch eventuelle Nachteile wett machen. Möglicherweise ist Ihr Standort nicht gerade der Attraktivste. Wenn Sie dennoch ein besonders angenehmer Arbeitgeber sind, spielt dieser Nachteil eine untergeordnete Rolle.

ReMax: Franchise-Partner als Markenfans

Wie man Franchise-Partner und ihre Mitarbeiter zu überzeugten und überzeugenden Markenbotschaftern macht, zeigt RE/MAX. Der europäische Ableger der amerikanischen Immobilienvermittler arbeitet in den europäischen Regionen mit abertausenden von Maklern und vielen selbstständigen Franchise-Partnern zusammen.

Unternehmertum, verbunden mit vielen Freiheitsgraden bis hin zu der Frage, wie die Marke im Markt auftritt, ist charakteristisch für RE/MAX. Die Franchise-Zentrale hat nicht die uneingeschränkte Kontrolle über alles. Sie braucht intelligente Hebel, die dazu beitragen, dass alle gerne an einem Strang ziehen.

Das Unternehmen hat es durch verschiedenste Tools geschafft, eine Gemeinschaft zu erschaffen, die wie eine Markenfamilie funktioniert. Über die gemeinsamen Werte herrscht unter den „Familienmitgliedern“ viel Einigkeit, und deshalb leben sie sie auch. Und wie jede gute Familie hat Re/Max auch sein Fest, auf dem sich viele von ihnen treffen und die gemeinsamen Werte feiern. 2016 fand die Re/Max Convention in Rom statt. Zur „Re/Max Symphony of the best“ kamen 1.000 Teilnehmer. Factor ist stolz darauf, seinen Teil dazu beigetragen und die Markenwerte weiter verstärkt zu haben.

 

Fazit Employer Branding

Im Kampf um Talente entdecken immer mehr Firmen das Employer Branding für sich. Neue, aber auch bestehende Mitarbeiter, für die eigene Marke zu gewinnen, entpuppt sich als immer wirkungsvolleres Tool für das gesamte Marketing. Niemand kann Ihren Kunden so authentische und glaubhafte Markenerlebnisse bieten, wie Ihre Mitarbeiter, die selbst zu Fans Ihrer Brand geworden sind. Dieser Hebel entwickelt sich gerade in den disruptiven Zeiten der digitalen Transformation als äußerst wirkungsvoll und hilfreich.

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