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ECHO Top 500 Tirol: Interview mit FACTOR Innsbruck

10.11.2020 / Innsbruck

Jeder Dienstleister ist nur so gut wie sein Team

Das große Interview mit FACTOR im ECHO TOP 500 Tirol 2020

Jeder Dienstleister ist nur so gut wie sein Team


Im neuen ECHO TOP 500 Tirol-Interview erzählen Mario Eckmaier, Axel Prey und Matthias Lechner über ihre Erfahrungen mit der Coronakrise, der Digitalisierung und den Besonderheiten an den drei Standorten in Innsbruck, Hamburg und Wien.

Das Branchen-Interview im ECHO TOP 500 Tirol

Das „Jahrbuch der Wirtschaft” gewährt auch im 23. Jahr einen spannenden Einblick in Tirols Wirtschaft. Heuer wurden Vertreter unterschiedlicher Branchen gefragt, wie sie mit der aktuellen Coronakrise umgehen. Repräsentativ für die Branche „Kommunikation & Werbung” wurde FACTOR Innsbruck eingeladen, darüber zu sprechen, wie wir dieses außergewöhnliche Jahr gemeistert haben und welche Veränderungen wir in der Branche erkennen konnten.

Das komplette Interview zum Nachlesen:

ECHO: Corona bestimmt nun seit einem halben Jahr unser aller Leben. Blicken wir zurück. Können Sie sich erinnern, wie Sie Mitte März den Lockdown und die folgenden Tage und Woche erlebt haben?

Matthias Lechner: Es war ein Teil unserer Jahresplanung, die IT-Infrastruktur im Unternehmen zu aktualisieren. Ohne zu ahnen, was auf uns zukommt, haben wir dieses Projekt in der Woche vor dem Lockdown initiiert. Am Donnerstag waren wir mit dem Großteil der Arbeiten fertig, am Freitag kam die Ankündigung des Lockdowns und in der kommenden Woche waren wir alle im Homeoffice.

 

ECHO: Wie waren Ihre Erfahrungen mit Homeoffice?

Mario Eckmaier: Wir haben als Agentur schon davor standortübergreifend mit unseren Teams in Innsbruck, Hamburg und Wien gearbeitet. So waren wir mit digitalen Tools und Prozessen bereits bestens vertraut und auch vernetzt. Gleichzeitig hat sich unser ausgezeichnetes Team aus tollen Mitstreitern in dieser herausfordernden Phase des Lockdowns absolut bewährt und herausragende Arbeit geleistet. Wir konnten alle Kunden reibungslos und uneingeschränkt weiter betreuen. Daher steht es unseren Mitarbeitern seit März auch frei, völlig selbst zu entscheiden, von wo aus sie arbeiten, und sie können weiterhin auch uneingeschränkt vom Homeoffice aus arbeiten.

 

ECHO: Glauben Sie, dass Homeoffice generell in der Zukunft Standard bei den Unternehmen wird?

Axel Prey: Das ist ja keine Schwarz-oder-Weiß-Betrachtung. Was sicherlich bleiben wird, ist eine viel größere Flexibilisierung der Arbeitszeit. Weil eben die Unternehmen gemerkt haben, dass ihre Mitarbeiter auch im Homeoffice produktiv arbeiten können, und weil die Mitarbeiter die Freiheiten, die sie durch Homeoffice haben, zu schätzen wissen. Trotzdem wird es kein ausschließliches Arbeiten von zu Hause geben. Der soziale Kontakt, der Teamspirit geht langfristig verloren, das wissen selbst die großen Unternehmen wie z. B. Microsoft. Im Übrigen haben wir das auch vor Corona schon so gehandhabt: Wenn ein Mitarbeiter lieber konzentriert von zu Hause an einem Projekt arbeiten wollte, war das natürlich okay für uns.

 

ECHO: Wie haben ihre Kunden zu Beginn der Krise reagiert?

Matthias: Die erste Reaktion war Unsicherheit, viele waren paralysiert und bei vielen herrschte vor allem Unklarheit darüber, wie es nun weitergehen werde. Nach der ersten Schockstarre hat es sich relativ schnell wieder normalisiert. Zum einen wurden Projekte gestoppt und verschoben, zum anderen aber kamen neue Projekte hinzu. Für die Kommunikationsbranche gibt es ja immer etwas zu tun, weil immer kommuniziert werden muss. Und so kamen Themen wie Krisenkommunikation, Beschilderung, verstärkte Kommunikation nach innen und außen auf die Agenda. In der nächsten Phase, als sich die Situation langsam wieder normalisiert hat, haben viele unserer Kunden die gewonnene Zeit genutzt, um Projekte anzustoßen, die in der Vergangenheit immer wieder aufgeschoben worden waren.

Ich fand es fantastisch, wie unsere Mitarbeiter*innen in der Krise mitgezogen haben und wie schnell sie sich auf die veränderte Situation eingestellt haben.

Axel Prey · Partner

ECHO: Wie hat sich die wirtschaftliche Lage Ihrer Kunden entwickelt und wie schätzen Sie heute die Lage ein?

Mario: Für unsere Agentur kann ich berichten, dass wir nahezu auf Vorjahresniveau sind – was aktuell wohl überdurchschnittlich ist. Wir betreuen mittelständische und große Unternehmen in Europa und auch Übersee und unsere Kunden sind zum Glück wirtschaftlich sehr stabil. Da wir bereits seit Jahren ein großes und professionelles Digital-Team in der Agentur aufgebaut haben, steigt in diesem Bereich die Nachfrage nun sogar noch schneller an. Ganzheitliche Digital-Beratung und darauf aufbauend die Realisierung von Online-Marketing, digitalen Performance-Kampagnen und Webseiten sind stärker gefragt als je zuvor. Und auch der Wert von professioneller redaktioneller Betreuung in den digitalen Kanälen wird noch stärker erkannt und genutzt.

 

ECHO: Gibt es ein Highlight der letzten sechs Monate?

Axel: Ja, das gibt es. Ich fand es fantastisch, wie unsere Mitarbeiter in der Krise mitgezogen haben und wie schnell sie sich auf die veränderte Situation eingestellt haben. Interessanterweise hat es die Teams trotz der zwangsläufigen räumlichen Distanz in vielen Situationen noch mehr zusammengeschweißt. Das gilt übrigens auch für die Zusammenarbeit mit den Kunden.

 

ECHO: Wird die Coronakrise nachhaltige Veränderungen bringen oder bleibt alles beim Alten?

Matthias: Wenn es Veränderungen gibt, wird nie etwas so, wie es vorher war. Und so wird es auch dieses Mal sein. Die Digitalisierung hat einen großen Schub bekommen, Videomeetings werden bleiben, allein schon aus Kostengründen. Wir werden uns alle damit Reisekosten sparen und effizienter arbeiten. Natürlich bleibt es dabei, dass das persönliche Gespräch die hochwertigste Form der Begegnung ist und das wird auch immer so bleiben – immerhin: Das persönliche Gespräch ist das Original. Die zweitbeste Form ist aber das bewegte Bild und damit die Videokonferenzen. Auch im Eventbereich wird sich einiges ändern, hier seien die Themen Online-Events oder auch Hybrid-Events erwähnt. Auch in diesem Bereich gilt das gleiche:Technologien, die schon lange am Markt waren, finden jetzt Einzug in der Breite der Wirtschaft.

 

ECHO: Die Agenturbranche ist aus vielerlei Gründen stark von Corona gebeutelt. Wie geht es der Branche?

Mario: Wir nehmen hier aktuell ein sehr unterschiedliches Bild wahr. Leider hat es Kollegen in einigen Branchen wie Events, Veranstaltungen und Messen wirklich sehr hart getroffen. Viele haben davor unternehmerisch tolle Arbeit geleistet – und stehen nun trotzdem vor größten Herausforderungen. Gleichzeitig sehen wir eine zum Teil massiv gesteigerte Nachfrage nach professionellen digitalen Leistungen und eine absolute Beschleunigung der digitalen Transformation. Was FACTOR anbelangt, profitieren wir von unseren Bemühungen und Investitionen der letzten Jahre in unser Team und unsere Prozesse. Wir haben ein sehr starkes Digital-Team aufgebaut, waren bereits davor digital organisiert und begleiten unsere Kunden strategisch und ganzheitlich in allen Marketingdisziplinen. Das wissen unsere Kunden speziell in diesen Krisenzeiten sehr zu schätzen und sehen, dass sie auch in herausfordernden Zeiten bestens aufgehoben sind und bestmögliche Marketingarbeit realisieren können.

Diese Unternehmen haben uns ihr Vertrauen geschenkt (Auswahl).

ECHO: FACTOR ist an drei Standorten in Deutschland und Österreich tätig. Wie unterschiedlich erleben Sie diese Märkte?

Axel: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wichtig regionale Präsenz und Verständnis für regionale Gegebenheiten ist – trotz Globalisierung und internationaler Marktausrichtung. Vielleicht aber auch gerade deswegen: Kunden sind auch nur Menschen und suchen nach Nähe, Verständnis und vielleicht sogar Geborgenheit. Und als Deutscher, der viel international gearbeitet hat, darf ich das sagen: Gerade Tirol ist schon ein ganz besonderes Pflaster. Ich habe selten so viel Lokalkolorit und Zusammenhalt erlebt wie in meinen letzten sechs Jahren hier in Tirol. Und das meine ich – ganz ehrlich – im positivsten Sinne.

 

ECHO: Was ist für den Kunden der Mehrwert der verschiedenen Standorte?

Mario: Der größte Mehrwert: ein großes, stabiles Team von fix angestellten Profis aus unterschiedlichsten Fachdisziplinen und gleichzeitig die persönliche Betreuung auf Partnerebene vor Ort. Das ist für immer mehr Kunden ein sehr reizvolles Angebot. Sowohl in Innsbruck als auch in Hamburg und Wien sehen wir eine verstärkte Nachfrage nach einem Partner mit strategischem Weitblick und Know-how, der aber gleichzeitig auch alle Disziplinen vom Design über Kampagnen bis hin zu digitalen Technologien auch selbst im Haus abdecken kann. Durch die Größe und Spezialisierung unseres Teams können wir Leistungen auf internationalem Niveau anbieten und uns auch immer mit neuesten Entwicklungen beschäftigen. So schaffen wir laufend einen Vorsprung für uns – aber natürlich auch für unsere Kunden. Und wir sehen, dass auch weitere Regionen mit unserem Angebot sehr interessant sein könnten. Mal schauen ...

 

ECHO: Gibt es unterschiedliche Kompetenzen bzw. Schwerpunkte an den Standorten?

Axel: Natürlich. Allein schon aufgrund der Historie der Standorte. Innsbruck hat aufgrund seiner DNA einen Schwerpunkt in allen digitalen Kompetenzen, Hamburg ist als Design- und Markenagentur groß geworden. Daher ergänzen wir uns ja so gut. Unser Ziel ist aber, an allen bestehenden und zukünftigen Standorten immer die Ressourcen und Kompetenzen vorzuhalten, die die Kunden am jeweiligen Standort brauchen – nach einheitlichen Standards und mit der gleich hohen Kompetenz.

 

ECHO: Was sind Ihre Ziele? Mehr deutsche oder mehr österreichische Kunden?

Matthias: Einfach mehr Kunden. Wir verfolgen eine Wachstumsstrategie, wir wollen organisch, gesund wachsen. Auch deshalb, weil man zu vielen Etats erst ab einer gewissen Größe kommt. Natürlich haben wir einen starken Fokus auf den deutschen Markt, weil der um ein Vielfaches größer ist. FACTOR hat in Deutschland einen sehr guten Ruf, wir betreuen dort vorwiegend mittelständische Unternehmen im B2B-Bereich. Auch eine weiter ansteigende Wahrnehmung in Wien ist uns wichtig, denn auch da sehen wir viele potenzielle Kunden. Und selbstverständlich wollen wir auch in Tirol wachsen. Die großen Unternehmen in Tirol haben leider immer noch die Angewohnheit, ihre Agenturen woanders zu suchen, und vergessen dabei, dass es auch in Tirol einige Agenturen gibt, die nationale und internationale Qualität haben. Vielleicht gelingt es uns ja, den einen oder anderen für uns zu begeistern.

Die großen heimischen Unternehmen vergessen oft, dass es auch in Tirol einige Agenturen gibt, die nationale und internationale Qualität haben.

Matthias Lechner · Partner

ECHO: Krisenzeiten sind immer auch Zeiten der Veränderung. Werbung ist immer auch Ausdruck des Zeitgeists. Welche Veränderunge im Zeitgeist kommen auf uns zu?

Mario: Werbung ist immer auch Spiegelbild der Gesellschaft und verändert sich daher kontinuierlich. Was noch vor Kurzem üblich war, ist heute undenkbar. Nehmen wir zum Beispiel die Darstellung der Frau in der Werbung, Rauchen, Trinken, Rollenbilder. Da hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise enorm viel bewegt. Die größte Veränderung durch die Corona-krise wird die noch raschere und noch radikalere Entwicklung hin zu digitalen Kanälen sein.

 

ECHO: Wird es in zwanzig Jahren Ihrer Meinung nach noch Printmedien geben?

Axel: Das hängt davon ab, ob die Printmedien in der Lage sein werden, weiterhin ein relevantes, differenzierendes Angebot für ihre bestehenden und neuen Zielgruppen zu, gestalten. Nur dann werden sie interessant für die Werbewirtschaft bleiben, die sie ja letztlich finanzieren. Gerade bei den nachwachsenden Generationen, die Print ja fast nur noch als Medien von Oma und Opa kennen, wird das schwer. Meiner Meinung nach geht das nur mit crossmedialen Ansätzen, indem das gedruckte Medium einen nachhaltigen Mehrwert zu den eher schnell konsumierten, flüchtigen digitalen Inhalten bildet.

 

ECHO: Welche Auswirkungen wird die Digitalisierungsentwicklung auf Ihre Branche haben?

Mario: Wir sehen schon heute starke Entwicklungen wie Marketingautomation, Data-Driven-Marketing, Augmented Reality, künstliche Intelligenz und vieles mehr. Diese werden noch schneller und breiter Raum in der alltäglichen Marketingarbeit greifen und schon heute suchen Unternehmen Partner, die sie in diesen Themen profund beraten und begleiten können.

 

ECHO: Das bedeutet, dass Agenturen in Zeiten der Veränderung besonders kompetente Mitarbeiter brauchen. Wie kommen sie zu diesen Mitarbeitern?

Matthias: Jeder Dienstleister ist nur so gut wie sein Team. Aktuell gibt es viel weniger top ausgebildete Mitarbeiter, als es die Branchen brauchen würde. Es gilt hier, noch viel Aufbauarbeit zu leisten. Tatsache ist, wir müssen ausbilden, ausbilden, ausbilden. Wir müssen die Ausbildung verändern, müssen noch mehr Impulse setzen, um die Berufsbilder und deren Möglichkeiten aufzuzeigen. Als Agentur müssen wir aber auch so attraktiv sein, dass die besten Mitarbeiter bei uns arbeiten wollen. Und daran arbeiten wir jeden Tag.

Wir betreuen mittelständische & große Unternehmen in Europa und auch Übersee und unsere Kunden sind zum Glück wirtschaftlich sehr stabil.

Mario Eckmaier · Partner

Auf insgesamt 8 Doppelseiten ist FACTOR in der neuen ECHO TOP 500 Tirol Ausgabe präsent.

Über den Autor

Matthias Lechner

Partner

Matthias Lechner arbeitete, nach seiner Ausbildung an der Werbe Design Akademie Innsbruck, ab 1997 in Paris bei SAFRAN sowie bei der Pariser Ausgabe des international renommierten TIME OUT Magazine. Im Anschluss wechselte er nach Italien zur Bozner Agentur Mugele & Matt. 2001 folgte die Rückkehr nach Innsbruck und das Engagement bei der ACC. 2007 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und 2011 erfolgte der Einstieg als Partner Kreation bei p&p Medien. Im Frühjahr 2014 konnte er Mario Eckmaier und Axel Prey für eine gemeinsame Sache als p&p Marketing begeistern. 2016 initiierte er die Gespräche mit FACTOR die im Jänner 2019 zur offiziellen Fusion führten.

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